
Lichtfarbe
Der Begriff ‚Lichtfarbe‘ ist nach DIN 5033-1 als „Farbe eines Selbstleuchters“ definiert und dient der Charakterisierung von Leuchtmitteln.
Farbtemperatur
Die gängigste quantitative Beschreibung des Farbeindrucks erfolgt über die in Kelvin (K) gemessene Farbtemperatur. Als Referenz dient das ausschließlich temperaturabhängige Spektrum einer idealisierten thermischen Strahlungsquelle (auch: planckscher Strahler, schwarzer Körper): Bei geringen Temperaturen entsteht einen rötlicher Farbeindruck, der mit steigender Hitze von Orange und Gelb in Weiß und schließlich Blau übergeht.
Da heutzutage nur noch wenige Leuchtmittel auf dem Markt sind, deren Licht durch Erhitzen einzelner Bestandteile erzeugt wird und damit rein über eine Temperaturangabe beschreibbar ist, wird stattdessen der Farbort der Lichtfarbe ermittelt, mit den Farborten des planckschen Strahlers verglichen und der ähnlichsten Farbtemperatur (en: correlated colour temperature (CCT)) zugeordnet.
- Quelle: Wikipedia/Lichtfarbe/BlackBodyKurve/
Darstellung der Farben im visuellen Spektralbereich im CIE-XYZ-Farbraum. Jede Farbe kann mathematisch beschrieben und durch Koordinaten ausgedrückt werden; entlang der gekrümmten schwarzen Linie (Black-Body-Kurve) liegen die Farborte des planckschen Strahlers.
Weißes Licht wird in drei Gruppen unterschieden:
- Warmweiß (unter 3000 K)
- Neutralweiß (3100-4500 K)
- Tageslichtweiß bzw. Kaltweiß (über 4500 K),
wobei die Angabe in Textform herstellbedingt variieren kann.
Farbiges Licht weicht so stark vom Spektrum eines planckschen Strahlers ab, dass eine Zuordnung wie eben beschrieben nicht sinnvoll ist; die Charakterisierung erfolgt nur über einen Farbort.
Physiologische / Psychologische Wirkung:
Die psychologischen und physiologischen Auswirkungen von Lichtfarbe sind in der Regel Teil eines komplexeren Gefüges und immer noch Gegenstand zahlreicher Studien, können an dieser Stelle aber an zwei Beispielen aus dem Alltag anschaulich demonstriert werden:
Licht mit höherer Farbtemperatur sorgt aufgrund seines Blauanteils für eine geringere Melatonin-Produktion und fördert so die Produktivität und Konzentration. Gleichzeitig sinkt die gefühlte Temperatur und trägt damit einerseits ebenfalls zur Produktivität bei; andererseits eröffnet sich aber auch das Potential einer energieeffizienteren Nutzung von Gebäuden. Da die Auswirkung der Lichtfarbe auf das Temperaturempfinden nur über kürzere Zeitspannen wirklich wahrnehmbar ist, eignet sich die Anwendung vor allem für Übergangsbereiche.
Entsprechend sorgt eine wärme Lichtfarbe für eine gemütlichere und warme Atmosphäre und eignet sich dadurch eher für Orte der Entspannung und Ruhe, wo sich der Nutzer wohlfühlen soll.

